Der Europäische Hundsfisch, Umbra krameri, in Österreich

Wenn seltene Tier- und Pflanzenarten verschwinden, fällt das normalerweise außer Wissenschaftlern und Naturschützern niemandem auf. Ähnliches passierte auch dem Europäischen Hundsfisch (Umbra krameri).

Der kleine Hechtverwandte, der auch mit seiner Schwimmblase atmen und selbst in schlammigen Uferzonen überleben kann, war früher in der Donau östlich von Wien und den umgebenden Augewässern weit verbreitet. Als Folge der Donauregulierung und Trockenlegung von Feuchtgebieten gingen seine Bestände aber immer weiter zurück und 1975 galt der Hundsfisch in Österreich als ausgestorben.

17 Jahre später entdeckten Ökologen jedoch eine isolierte Population im Fadenbach zwischen Eckartsau und Orth. Das war der Startschuss großangelegter Schutzmaßnahmen durch den Nationalpark Donau-Auen, an denen sich auch der Tiergarten Schönbrunn beteiligte. Mit einigen Wildfängen, die der Zoo vom Nationalpark bekommen hatte, wurde ein Nachzuchtprojekt gestartet. Und inzwischen konnte im Rahmen einer Diplomarbeit der Universität Wien festgestellt werden, dass dank der Zusammenarbeit diverser Partner die Population des Hundsfisches in den letzten zehn Jahren erhalten und ihr Verbreitungsgebiet ausgeweitet werden konnte.

Von der Wiederentdeckung des verschollenen Hundsfisches und den Bemühungen um seinen Schutz im Nationalpark Donauauen berichten in einem online-Vortrag des Wiener Naturschutzbundes

Dr. Anton Weissenbacher, Tiergarten Schönbrunn, und Manfred Christ, Wissenschaftsjournalist und Dokumentarfilmer.

WANN: 18.2.2021 ab 18 Uhr via Zoom

Zoom-Meeting beitreten:

https://bokuvienna.zoom.us/j/83705137202?pwd=YWtpbGpHbUZ3YkNnd2Rmc05qT2prQT09

Foto:  © P. Weish

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