Die österreichische Auenstrategie

Wasser und Land bauen in den Auen ein natürliches, meist dynamisches Spannungsfeld auf. Dieses hat den Menschen seit jeher angezogen, gleichzeitig aber immer vor Herausforderungen gestellt. Nutzung der Ökosysteme und des Wassers, der Grundlage der ökologischen Produktivität von Auen, und gleichzeitig eine wie immer geartete „Wasserabwehr“ prägten über Jahrhunderte diese Beziehung. Heute stellt sich die Frage nach den Eigenschaften der Auen erneut, insbesondere nach ihren wassergebundenen Funktionen, ökologischen Dienstleistungen und räumlichen Qualitäten, als Zentren der Biodiversität und Lebensraum für den Menschen.

Bei einem online Vortrag des Wiener Naturschutzbundes geht der Ökologe Werner Lazowski zunächst auf diese Aspekte sowie auf das Vorkommen der Auen, ihrer naturräumlichen Lage und Verteilung ein. Er zeigt Schnittbereiche, etwa zur Wasserwirtschaft, zum Hochwasserschutz und zum Naturschutz, auf. Und damit wird bereits eine „Auenstrategie“ angesprochen, die unseren künftigen Umgang mit den Auen Anregungen und eine Richtschnur geben will.

Prioritäten und Perspektiven der in Ausarbeitung befindlichen österreichischen Auenstrategie 2030 werden gegeben und Beispiele für Renaturierungen (z. B. LIFE-Projekte) und die Einbeziehung von Auen in Planungen (z. B. Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung) genannt. Schließlich werden Maßnahmen vorgestellt, welche bei künftigen Projekten umgesetzt werden sollten und darüber hinaus naturschutzfachliche Schwerpunkte der Erhaltung und zukünftigen ökologischen Entwicklung der Auen diskutiert.

Dr. Werner Lazowski, TB Ökologie

Foto: © Werner Lazowski

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