20 Jahre Artenschutz und Forschung: Bilanz eines europäischen Projektes zur Wiederansiedlung des Waldrapps (Geronticus eremita)

Das Projekt zur Wiederansiedlung des Waldrapps läuft nunmehr seit 20 Jahren. Der Versuch, diese in Europa gänzlich ausgestorbene Zugvogelart wieder anzusiedeln war aufwändig und langwierig. Inzwischen leben aber wieder rund 200 Vögel in freier Wildbahn und vermehren sich in bereits drei Brutgebieten.

Demographische Analysen und Modellierung zeigen, dass die Waldrappe wohl ein gutes Potential für ein nachhaltiges Überleben in Europa haben und auch mit den sich rasant ändernden Umweltbedingungen relative gut zurechtkommen. Aber es müssen in den nächsten Jahren noch weitere Kolonien gegründet und Maßnahmen zur Minderung der Mortalität durchgeführt werden, um den Waldrapp wieder zu einem dauerhaften Bestandteil der heimischen Fauna zu machen. Auch in der Schweiz ist die Gründung von Brutkolonien geplant.

Begleitende Grundlagenforschung widmet sich insbesondere den Mechanismen und der Funktion des Vogelflugs, mit einem besonderen Fokus auf dem Formationsflug. Da ein Großteil der Vögel der Population ist mit GPS-Trackern ausgestattet ist, versuchen wir auch durch angewandte Forschung die Gefahren der GPS-Besenderung für die Tiere zu minimieren.

Vortragender: Dr. Johannes Fritz

Datum

30. November 2022

Uhrzeit

18:00

Ort

Naturschutzbund Wien

Foto ©

H. Wehner

Schreiben Sie uns doch!